Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (bekannt als sog. „Wolfsrachen“ und „Hasenscharte“) sind relativ häufig in den Philippinen, geschätzt sind hier circa 200 000 Menschen, insbesondere Kinder betroffen.
Diese relativ hohe Fallzahl resultiert daraus, dass ein nicht geringer Anteil der philippinischen Bevölkerung Träger des Gendefektes, welcher verantwortlich für diese Deformität ist, ist. Wenig Mobilität unter den Bedürftigen des Landes erlaubt eine starke Ausprägung dieser Deformierungen. Unterernährung der schwangeren Mütter steigert die Ausprägung der Deformität. Sowohl in Manila als auch in Cebu finden sich daher eine hohe Anzahl an Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten. Zweimal im Jahr arbeiten daher unsere „Operation Restore Hope“- Teams an diesen zwei Standorten.
Eine Gaumenspalte entsteht dann, wenn sich in der Kindesentwicklung das Gaumen nicht oder nur unzureichend ausbildet. Dies hinterlässt eine Lücke im Gaumendach, wodurch dem betroffenen Kind eine normale Sprachentwicklung, Nahrungsaufnahme und Trinken deutlich erschwert bzw unmöglich sind.
Das Vorliegen einer Lippen- und/oder Gaumenspalte verhindert sowohl eine normale körperliche (Unterernährung durch erschwerte Nahrungsaufnahme) und sprachliche Entwicklung, als auch ein „gesellschaftsfähiges“ Aussehen. Daher sind diese Kinder meist einer sehr starken gesellschaftlichen Ausgrenzung ausgeliefert. Dies führt in der Regel dazu, dass ihnen keine ausreichende schulische Ausbildung zuteil wird und deshalb die Berufsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind. Nicht zuletzt sind der soziale Kontakt und die gesellschaftliche Akzeptanz erheblich gemindert.
Die Chirurgie gibt diesen Kindern die Möglichkeit unbeeinträchtigt zu kommunizieren, sowohl mit einer normalen Sprache als auch mit Gesten, wie etwa einem liebenswerten Lächeln.
Ziel unseres plastisch-chirurgischen Einsatzes ist daher die operative Versorgung von ein- /beidseitigen Lippenspalten als auch von Gaumenspalten, aber auch die Sanierung anderer angeborener Deformitäten, Tumoren oder Folgen von Verbrennungen.
Viele dieser Kinder brauchen daher mindestens eine, manchmal aber auch aufeinanderfolgende Operationen bis zur vollständigen Defekt-Sanierung
Es gibt derzeit nicht genügend ausgebildete Chirurgen, um die Vielzahl der Fälle operativ versorgen zu können. Ohne die unentgeldliche Hilfe ausländischer Operationsteams wie „Operation Restore Hope“ haben diese kleinen Patienten nahezu keine Chance auf ärztliche bzw. operative Hilfe. Wir senden daher mindestens einmal jährlich unser international besetztes und eingespieltes Spezialisten-Team auf die Philippinen – jeweils eines nach Manila und eines nach Cebu. Prinzipiell werden die Reisekosten und Unterkunft von den Teammitgliedern selbst getragen. Die meisten medizinischen Verbrauchsutensilien (Medikamente/Antibiotika, Nahtmaterial, Instrumente, Gerätschaften, etc.) müssen von den Teamteilnehmern ebenfalls selbst mittransportiert werden.
Dort praktizierende Mediziner, kommunale Einrichtungen und Hospitäler informieren über das Jahr hinweg die örtliche Bevölkerung, d.h. die Eltern betroffener Kinder, über Ort und Zeit dieses Operationseinsatzes und laden diese zu einem „Screening“ ein.
Unsere Mission dauert normalerweise eine Woche. Ziel ist es dabei ebenfalls, dort tätige Chirurgen in den den entsprechenden Operationstechniken fortzubilden und hierdurch –neben derdirekten Patientenversorgung - langfristig eine „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu etablieren.
Sie interessieren sich für unsere Arbeit?
Weitere Informationen finden Sie unter unseren Webseiten
www.Operation-restore-Hope-Deutschland.de (Website ist in Vorbereitung)
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